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Einen Moment bitte...
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Hallo,
wie viel Kilo weniger hat euer Wunschgewicht? Bei mir waren’s eine ganze Menge!
160 Kilo – noch gar nicht lange her, dass die Waage mir diese drei Ziffern zeigte. Mein Alp-Traumgewicht! Dabei war ich als Kind superdünn. Meine Eltern waren sogar mit mir beim Arzt, damit ich zunehme. Das hat dann auch direkt geklappt, denn die Schulzeit war immer pummelig. Dabei hab ich viel dagegen gemacht, keine Diät war vor mir sicher. Also, von der Theorie her, was Diäten angeht – ohne mich jetzt in den Himmel zu heben – konnte mir keiner was vormachen. Aber nur in der Theorie, in der Praxis eben nicht.
Ich war bei den Weight Watchers, ich hab FdH gemacht und Brigitte-Diät.
Ich hab im Krankenhaus gelegen und Null-Diät gemacht für vier Wochen.
Damals hab ich gar nichts gegessen, nur Wasser getrunken. Außerdem durfte
ich ab und zu auf den Heimtrainer. Aber wenn's 5 Kilo war’n am Ende, war’s
viel. Dat wenig oder gar nichts essen, bringt es eigentlich gar nicht. Ist jedenfalls
meine Erfahrung.
Irgendwann hab ich wieder aufgehört mit jeder Diät – und war
prompt in meinem alten Rhythmus. Ich hab sogar noch zugelegt, immer, immer mehr.
5 oder 10 Kilo mehr nach jeder Diät. Bis zu besagten 160 Kilo. Da hatte
ich nur noch Angst. Ich dachte, wenn du jetzt noch mal Diät anfängst
und dat funktioniert nicht, dann setzt du noch einen drauf. Wo soll denn dat
hingehen?
Aber, was soll ich sagen – 68 Kilo sind weg. Für immer – die kommen garantiert nicht wieder. Wie ich das gemacht hab, erzähle ich in diesem Buch. Und meine Co-Autorinnen Heike Faust und Claudia Schwarze erklären euch das Prinzip dahinter. Zum Nachmachen.
Das Schöne daran: Ihr müsst auf nichts verzichten – auch wenn eure Lieblingsgerichte Currywurst, Torte und Co. heißen. Ihr werdet euch satt fühlen – keine Portionen, die diesen Namen nicht verdienen, keine Pulver oder Kräuter, keine hungrigen 1200 Kalorien oder mageren 30 Gramm Fett pro Tag. Stattdessen verändert ihr euren Ernährungsalltag – in ganz kleinen Schritten, damit ihr Lust bekommt und behaltet, um immer weiter zu gehen.
Ich drück die Daumen!
Bärbel Kremer: Also so'n Croissant zum Frühstück, das war nicht verkehrt. 24 Gramm Fett! Das gönn ich mir heut bewusster. Am Anfang fand ich vieles erschreckend, boah, hat das viel Fett! Das ist heut nicht mehr so. Ich dacht wohl immer, ich hätte zu wenig Kalorien zur Verfügung und alles sollte möglichst nur 10 Kalorien und kein Fett haben. Wenn ich heute manche Dinge eingebe, sehe ich das alles ganz anders und lockerer.
Inzwischen gibt’s ja auch wirklich viele Sachen im Miniformat, das find ich schon ok. Zum Beispiel Schokolade – bei uns gibt’s nur noch kleine Tafeln. Ja gut, früher gab's die große Milka, 300 g, die gib's natürlich heut nicht mehr. Umgestiegen bin ich außerdem auf Bitterschokolade. Da hätt man mich früher mit jagen können, aber mittlerweile. Ich hab gelesen, dass diese Schokolade auch von den Ballaststoffen her gesünder ist. Und sie schmeckt mir – in Maßen.
Ich ess überhaupt alles. Es gibt kaum was, was ich nicht esse. Das einzige,
was ich wirklich selten esse, sind Chips oder Erdnüsse, weil ich weiß,
dass ich da nicht mehr aufhören kann. Das ist ja voll der Horror. Aber
wir haben uns auch schon mal Chips geholt, so 'ne 50-Gramm-Tüte. Aber das
ist selten, denn wenn man da einmal mit anfängt ...
Heike Faust und Claudia Schwarze: Eine Theorie besagt, dass – hätten
wir aus einem breiten, vielfältigen Angebot von Lebensmitteln die freie
Wahl – wir nach ein bis zwei Wochen ganz automatisch die für uns
optimalen Lebensmittel zu einer ebenso optimalen Mischung zusammenstellen würden.
Wir müssten nur auf die Signale unseres Körpers achten.
Nun, wir fürchten, bei vielen von uns würde der Körper auch nach
zehn Wochen immer noch Pommes rot/weiß oder Vollmilchnussschokolade rufen
und nicht Mangold, Kürbis, Vollkornnudeln oder Wildreis. Was uns gut schmeckt
und wofür wir eine Vorliebe entwickeln, wird geprägt – durch
die ersten Esserfahrungen in der Kindheit, die Ernährungsgewohnheiten in
der Familie, durch die Region und das Land, in dem wir aufwachsen und leben.
So entwickeln Briten eine Vorliebe für Fish & Chips, Pommesburger und
Schokoladenbier, in Thailand und Indien isst man gern scharf Gewürztes,
in China serviert man schon zum Frühstück Suppe und mit Fleisch oder
Gemüse gefüllte Teigtaschen und wir Deutschen lieben zum Beispiel
Wurst. Mit mehr als 1.500 verschiedenen Wurstwaren sind wir weltweit ungeschlagen.
Wollen wir unsere Ernährung ändern, muss also für den Anfang der Kopf die Arbeit übernehmen. Sind uns die Regeln dann in Fleisch und Blut übergangen, hat uns auch unser Bauch wieder etwas Vernünftiges zu sagen.
Im vorigen Kapitel haben wir gesehen, wie viele Nährstoffe wir tagtäglich
brauchen. Die Zahlenwerte sind natürlich nur eine Orientierung –
niemandem muss und wird es gelingen, sie tagtäglich auf den Punkt genau
zu erfüllen. Stattdessen sollen zwei einfache Regeln Ihnen helfen, das
zugrunde liegende Prinzip – reichlich wertvolle Kohlenhydrate, ausreichend
Fett und Eiweiß – im Alltag umzusetzen: ...
Aus „Gemüse macht glücklich“ (Seite 49/50)
Bärbel Kremer: Also Banane und Apfel oder Kiwi ist standardmäßig das, was ich an Obst mit zur Arbeit nehme. Als Zwischenmahlzeit. Um 10 Uhr und einmal irgendwann kurz vorm Nachmittag. Und die erste Zeit war ich nicht in der Kantine essen, da gab's mittags immer Tomaten- und Gurkensalat. Wenn bei mir jemand über den Flur ging und schnupperte, wusste er, es ist wieder Mittagszeit. Tomaten und Gurken konnt ich jeden Tag essen, ich hatte da wirklich kein Problem mit. Ich hab mir einfach diese Gewürzmischungen von Maggi oder Knorr, mit Wasser angerührt. Und dann gab's da entweder ein Stück Putenfleisch oder Vollkornbrot dazu.
'Ne Kollegin, die ist gertenschlank und wenn’s bei uns mal ein Buffet
gab, stürzte die sich immer auf's Obstbuffet. Da hab ich immer gedacht,
die ist ja so bescheuert, die Alte. Kann die sich nicht mal was anderes zu essen
nehmen. Ehrlich, ich hatte 'ne Wut auf die. Und mittlerweile zanken wir uns
ums Obst. Das hab ich ihr irgendwann mal erzählt. Ich sag, Monika, das
hätte ich nie gedacht, wir beeilen uns richtig, wer zuerst am Obst ist,
also wirklich. Ja, so kann sich das ändern.
Ich glaub, das Essen von Obst hält ein bisschen davon ab, Süßes
zu essen. Doch, ich denke schon, auch wenn es nur Einbildung, das ist ok.
Heike Faust und Claudia Schwarze: Der „Ich-komme-nicht-an-der-Imbissbude-vorbei“-Tag
Typisch: Sie wollen eigentlich schon lange abnehmen, sparen sich jede Kalorie
vom Munde ab, nehmen sich die Butter vom Brot – und sehen auf der Waage
doch keinen Erfolg. Der Grund dafür ist: Sie kommen einfach an keiner Imbissbude
vorbei. Wenn Sie die Straße entlanggehen – in der Mittagspause oder
auf dem Heimweg – und Ihnen steigt dieser verführerische Duft nach
gebratener Wurst und heißen Pommes in die Nase, dann ist alles vorbei.
Die guten Vorsätze sind blitzschnell über den Haufen geworfen und
die Currywurst ist bestellt. Nach dem schnellen, heißen Snack versuchen
Sie Ihr schlechtes Gewissen dann – vergeblich – damit zu beruhigen,
dass im Stehen oder Gehen Gegessenes gar nicht richtig zählt. Entspannen
Sie sich: Unser Tagesplan zeigt, wie es mit Currywurst und Pommes doch noch
ein gesunder Tag wird. Sie bekommen Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett trotz
"Boxenstopp" an der Imbissbude in ausgewogenem Verhältnis und
nur so viel Kilokalorien, wie Ihr Körper auch wieder verbrennt.
Bärbel Kremer: Jetzt trage ich eigentlich alles, auch körperbetont mittlerweile. Heutzutage geh ich eigentlich öfter in die Stadt, probier die Sachen an und guck, was mir passt – und dann häng ich's wieder weg. Ich war mal bei Kaufhof in der Kabine und hatte, ich weiß nicht mehr was, 'ne Joker-Jeans oder 'ne HIS-Jeans. Und dann hab ich laut darin gejubelt. Die Verkäuferin: Hallo, ist alles ok bei Ihnen? Da hab ich dann gesagt, tschuldigung – und ich musste ihr dat erzählen – und dann hat die gesagt, o.k., jetzt versteh ich das. 'Ne normale Jeans! Super! Markenjeans gab’s ja in meinen früheren Größen nicht. ...
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